Habt Angst im Internet.

Seit langer Zeit versucht das ZDF nun schon mehr auf die jüngere Zielgruppe abzuzielen. Wie grandios das nicht klappt, zeigt einmal mehr dieser Angstschürende Beitrag.

Da laufen Reporter durch die Gegend, besuchen mit (ausgedruckten!) AGB Juristen, sind erschüttert darüber Fotos die bei flickr gepostet wurden öffentlich (im Internet!!!) sehen zu können und dann auch noch das:

Bei ZDF Zoom lesen sie Tweets, in denen ein Mensch ankündigt, dass er irgendwo sein wird. Und dann die Sensation: Er ist tatsächlich dort.

@tknuewer

Ich bewege mich, ebenso wie der gestaltke Thomas Praus, seit Jahren im Netz und verbringe einen Großteil meines Tages mit Facebook, Twitter, Foursquare, Blogs und Nachrichtenströmen. Manche sagen ich sei süchtig, aber vielleicht weiß ich einfach nur die Kanäle zu nutzen, die meiner Generation heutzutage zur Verfügung stehen.

Informationen zu erhalten, zu verteilen, zu kommunizieren und zu diskutieren. Wissen austauschen, recherchieren und gemeinsam an Dokumenten arbeiten. Und das zu jeder Zeit, an jedem Ort für so gut wie kostenlos. Manchmal frage ich mich dabei, wie meine Eltern ihr Studium absolvieren konnten, ohne diese ganzen Hilfsmittel.

Das Problem ist nicht das Netz, das Problem ist immer noch der durchschnittliche Nutzer, der nicht weiß wie er mit dem Netz umgehen muss.
Wir brauchen Medienkompetenz. Kinder und Jugendliche müssen früh lernen sich im Netz zu bewegen. Wie man aus hunderten, tausenden und noch mehr Quellen relevante Informationen findet. Wie man richtiges von falschem unterscheidet. Was genau passiert wenn bei Facebook ein Foto hochgeladen wird und das es auch dunkle und schmutzige Ecken im Netz gibt.

Einfach noch mehr Menschen die keine Ängste schüren, sondern aufklären.

Deshalb tut das, was ich in meinem Freundes und Bekanntenkreis schon länger versuche: Nehmt die Angst vor neuen Diensten vor “Datenkraken” wie Google, Facebook und anderen. Erzählt von den Möglichkeiten aber auch von den Gefahren. Klärt auf und lasst dabei euer Fanboy-gehabe ein paar Minuten ruhen, wenn Mutter von dem bösen google anfängt. 

Für die neerdigen Gespräche “unter uns” haben wir dann ja immer noch unseren “rechtsfreien Raum, das Internet (Minute 27:45).”