Vimeo dreht das Rad weiter beim Medien-Roulett.

Während Verlage ums Überleben kämpfen und ihre Druckstraßen im Jahre 2012 für mehrere Millionen auf Vier-Farb-Druck aufrüsten, grausamste Formen von Ad-Layer-Werbung getestet werden und Video-Portale zwischen 3 Minuten Clips alle 30 Sekunden Werbung schalten, haben sich glücklicherweise am Rande des Internets andere Mitspieler etabliert. Vimeo. Durch Premium-Zugänge schon lange auf einer soliden Finanzierung stehend, beteiligt nun, das vor acht Jahren gegründete Unternehmen, die Kreativen am Erfolg seiner Plattform. Vimeo führt ein Bezahl-Modell ein. Somit können Video-Produzenten ein kleines Trinkgeld einstreichen. Oder direkt ihre Inhalte für einen Betrag X zum Abruf einstellen.

Vimeo braucht nicht viel Mut für diesen Schritt. Die Qualität der Filme ist insgesamt außerordentlich hoch. Die Plattform wird von vielen Konsumenten und Produzenten geschätzt. Vimeo ist etabliert und neben dem Ramschrummelplatz Youtube das Video-Portal für hochwertige Unterhaltung. Ein Trinkgeld wird der ein oder andere sicher gerne lassen. Jeder Euro der fließt, ist einer mehr als bisher. Ohne nervige Werbung. Ohne vorgeschaltete Spots. Gute (Kurz-) Filme werden ihren Schnitt machen. Denn Qualität, gute Unterhaltung und ein verlässlicher Dienst ist der Kostenlosmentalitätskultur ‘im Internet’ etwas Wert. Vorausgesetzt das Geld hinterlassen funktioniert so unaufgeregt und unaufdringlich wie es Vimeo vormacht.

Das die alten Medien-Mitspieler für diese Erkenntniss noch ein paar Jahre brauchen werden, ringt mir mittlerweile kaum mehr als ein Mitleidiges Schulterzucken ab.