Ein OpenData-Versuch?

Mal wieder sitze ich in der Wartehalle des Einwohnermeldamtes. Neuerdings auch Bürgerservice genannt.

Brav ziehe ich meine Wartemarke und bekomme immerhin schon die voraussichtliche Wartezeit präsentiert. 30 Minuten hier am Bahnhof oder 15 am Katschhof. Ich habe aber keine Wahlmöglichkeit, da mein Reisepass nun mal am Bahnhof liegt.

Knapp 25 wartende Bürger teilen sich mit mir die Wartehalle. Gemischtes Alter, aber über die Hälfte mit Smartphones in der Hand.

Die Idee Wartemarken per App zu ziehen ist nicht neu, aber bisher in den wenigstens Verwaltungen angekommen. Das entwicklen, testen, einführen und optimieren solch einer App ist nicht von heute auf morgen gemacht, deshalb hab ich ein wenig Verständnis für diese »Rückständigkeit«.

Aber eins fällt mir bei meinen Amtsbesuchen immer wieder auf: die extrem unterschiedliche Auslastung. Als Selbständiger kann ich es mir dankenswerterweise oft aussuchen, wann ich zum Amt gehe. Die meisten können das jedoch nicht.

Toll wäre es doch, wenn ich vorher schauen könnte, wann in de kommenden Tagen die Wartezeit wahrscheinlich sehr gering ausfallen wird.
Die Daten hierfür dürften vorhanden sein. Und wenn nicht, lassen sich diese in einem recht kurzen Zeitraum Initial sammeln um später verfeinert zu werden.

Ein Tool welches diese Daten kumuliert, auswertet und Annahmen trifft hilft nicht nur dem Bürger. Es hilft auch der Behörde Personal besser zu planen, Krankheitsfälle in vorausberechnete Wartezeiten einfließen zu lassen und gegebenenfalls Öffnungszeiten anzupassen.

Mit einer Reduzierung der Wartezeit, besserer Planbarkeit und auf allen Seiten weniger Frust und Ärger wäre jedem geholfen.

Ein Kommentar

  1. 1 Burtscheider

    Tipp: Jeder kann beim Einwohnermeldeamt vorher einen Termin machen. Dann hingehen, Null Minuten warten und drankommen.