Mein erstes mal mit: car2go

Ich bin ja schon seit einigen Jahren ein großer Fan des Carsharing und “Teilökonomie“. Zufrieden mit Cambio, einem gemeinsamen Firmenwagen und generell dem Versuch immer weniger selbst zu besitzen und sich (teure) Dinge bei Bedarf von anderen zu leihen, ist eine tolle Sache.

Bei vielen Dingen (und in Aachen…) funktioniert das aber alles noch nicht so, das es im Alltag wirklich bequem ist.

Anders hingegen car2go. Da ich momentan wieder regelmäßig in Köln unterwegs bin und dank Langzeitstudententum ein Semesterticket besitze, kann der Firmenwagen in Aachen bleiben, ich im Zug arbeiten und bin trotzdem voll flexibel in ziemlich vielen Städten unterwegs.

car2go setzt aktuell auf eine SMART-Flotte. Anders als zum Beispiel bei Cambio können die Autos im Geschäftsgebiet (was in der Regel die erweiterte Innenstadt ist) bestiegen und an beliebigem Ort abgestellt werden.

In Ehrenfeld am Bahnhof also ein car2go geschnappt, damit zum Kundentermin. Anschließend in die Stadt zum Mittagessen das Auto abgestellt und später zum nächsten Termin einen anderen Wagen geschnappt.

Registrierung

Die Registrierung ist schnell über Webseite erledigt. Diese wirkt zwar etwas hastig umgesetzt und gibt hier und da Rätsel auf ob man denn nun angemeldet ist und die Daten übernommen worden, ist aber ansonsten recht solide und versorgt einen mit allen wichtigen Infos.
Mit Führerschein, Bankkarte und Perso muss man sich anschließend bei car2go oder einem Partner seine Karte abholen. Hiermit kann dann sofort losgefahren werden kann.

Einsteigen und fahren

Mittels APP lassen sich Autos in der Nähe reservieren, sodass niemand den Wagen spontan wegschnappen kann.

Einmal eingestiegen erklärt der Bordcomputer einem wie das Auto nun funktioniert, fragt nach neuen Schäden und der Sauberkeit des Autos.

Wer das Auto unterwegs nicht “verlieren” will, kann einfach parken und den Schlüssel mitnehmen. Dann läuft zwar die Uhr weiter, aber nach dem Kundentermin muss nicht nach einem freien Wagen in der Nähe gefahndet werden.

OnBoard Computer

Hier muss dringend nachgebessert werden. Der Touch-Screen reagiert mehr als träge. Als Navigationsziele können nur Straßen eingegeben werden. Insgesamt gönnt sich das System zu oft einen Sekundenschlaf. Von einer Tankstellen, POI oder Geschäftsbereich Anzeige ganz zu schweigen.

Fazit

Wer viel mit der Bahn Unterwegs ist und immer wieder in Großstädten strandet wird car2go und Konsorten lieben. Auch für Glückliche Großstadtbewohner ohne eigenes Auto aber mit ÖPNV-Karte ist das Stationsungebunde Carsharing eine tolle Ergänzung.

Dank immer besseres Apps und jüngsten Anstrengungen Mobilität über verschiedenste Verkehrsmittel in einer APP zu integrieren, ist der Weg nicht mehr weit bis man vollständig und ohne großen Komfortverlust auf ein eigenes Auto verzichten kann.

Ich freue mich auf die Zukunft mit weniger rumstehenden Blech am Straßenrand und effizienter, gemeinsamer Mobilität.

Ein Kommentar

  1. 1 Tobias

    Wir haben damals während ec2go auch ein Mal car2go getestet. Wirklich praktisch ist tatsächlich, dass die Autos (mit ein wenig Glück) überall rum stehen. Der Bordcomputer ist allerdings wirklich bescheiden. Die Idee dem Fahrer Feedback über sein Fahrverhalten zu geben ist aber sehr spannend: da war car2go ganz weit vorne. Gerade für Elektroautos wird das wichtig. Und genau wie du, kann ich die Zukunft in dem Bereich kaum erwarten.