1000 Tonnen Stein. Der Erhalt des Aachener Musikbunkers als Anstoß zur Diskussion.

Nun ist es wieder soweit. Aktuell das lokalpolitische Thema hat mich gepackt. Der Aachener Musikbunker. Die Clubs. Die “Kultur”.

Ich beginne mich langsam mehr und mehr in das Thema, die verschiedenen Positionen, Wünsche und Befürchtungen einzulesen, einzuhören und reinzudenken. Ein Podcast zum Thema ist bereits im Kasten, weitere geplant.

Verzeiht mir aber bitte hier das chaotisch und unreflektierte Geschreibe. Ich sortiere aktuell selber noch. Und wie immer: Anmerkungen, Richtigstellungen, Fragen: In die Kommentare damit!

Aber nun zur gestrigen Diskussion.

Nachdem die offizielle “Musikbunker erhalten” Seite mittlerweile knapp 15.000 Likes zählen darf, haben sich rundherum kleine Bewegungen neu gebildet und andere wiederbelebt. Ein neuer Anstoß ging vor ein paar Tagen als Facebook Veranstaltung rum, der zur Diskussion im Kreise interessierter in den Club Voltaire einlud.

Das Publikum recht gemischt, größtenteils aber “Betroffene” des nun eingeschränkten Party-Betriebs. Lars Templin (Musikbunker Aachen e.V.) gesellte sich erst später dazu, da er zuvor auf einem anderen Termin verhindert war.

Wie wohl so üblich in einer uneingespielten Runde wurden relativ viele Nebenschauplätze aufgemacht, versucht mal eben Gesetze zu ändern und das Problem mit “korrupter Politik” herbeigeredet. Neben diesen Ausreißern blieb die ganze Diskussion aber insgesamt sehr sachlich und äußerst Konstruktiv.

Trotzdem: Lange Zeit wurde nur eins: Viel rumspekuliert und ein “könnte hätte müsste sollte”. Bis auf eins: Man war sich einig das aktuell die Kommunikation irgendwie nicht so rund läuft.
Der Musikbunker kommuniziert viel zu wenig und teilweise etwas unbedacht, andere Engagierte beackern Fragen und Nebenschauplätze in diversen Gruppen, aber alles passiert nur halb offiziell. Erinnert mich irgendwie ein wenig an die Diskussion rund um die Campusbahn in den sozialen Medien…

Es fehlt an der professionellen Vernetzung. Der Musikbunker ist verständlicherweise mit Anfragen und dem Abarbeiten überfordert. Und muss dann ja auch noch “nebenbei” sich um diverse Gespräche, Termine und ne Menge anderen Kram kümmern um die Existenz des Musikbunkers zu sichern. Denn: Neben den indirekten Existenzen von Djs und Veranstaltern hängen auch so einige Existenzen direkt am Musikbunker und Verein dran. Das unterstrich Lars noch einmal und bat darum, das besonders zu berücksichtigen.

Generell verfolgt man aktuell gemeinsam mit der Politik vor allem eine mit allen Seiten einvernehmliche Lösung zu finden. Das Land hat Stadt und e.V. bereits ein Vorkaufsrecht signalisiert. Die Stadt bleibt nach wie vor dabei, das auch sie die aktuelle Verwendung der Musikbunker nicht ändern will und bereit ist beim Kauf ggf. zu unterstützen.

Im Laufe der Diskussion mit Lars kam dann die Frage auf, ob denn die Aktionen aktuell was bringen. Seitens Musikbunker möchte man in den nächsten Wochen einerseits die Kommunikation verbessern und wenn sich die Lage weiter sortiert und sondiert hat und auch eigene Aktionen starten. Man hat ein wenig die Sorge, ob man dann noch genug Unterstützer findet. Ich denke ja, wenn man es jetzt schaff die Kommunikation einigermaßen professionell aufrecht zu halten.

Die Clubgänger fangen nun an, eine Lobby aufzubauen die ihr Interesse bündelt und an die Politik kommuniziert. Wieso schafft es hier die (alternative) Aachener Gastro-Szene seit Jahren nicht einen wie auch immer gearteten Interessenverband zu gründen und die gemeinsamen Probleme an die Politik heranzutragen? (Falls dies passiert und mir nur nicht bekannt ist freue ich mich über Anmerkungen in den Kommentaren oder per Mail.)

Das zeigt, wie das Thema brennt, wenn sich sich lang nach Feierabend Interessierte, komplett unabhängig von den “offiziell Betroffenen”, für mehrere Stunden zusammenfinden um eine Lösung zu suchen. Mancher Politiker würde sich solch eine Beteiligung beim zerschneiden roter Bänder wünschen…

Für mich persönlich stachen noch die Jungs rund um Philipp Emmert (Facebook: Erhalt der Clubvielfalt in Aachen) hervor die sich seit einiger Zeit Sonntags im zwei Wochen Turnus (nächster Termin: 09.02. – 19 Uhr) im Last Exit treffen und dort gemeinsam an Ideen und Anträgen arbeiten die dann unter anderem ins Bürgerforum und Ratssitzungen eingebracht werden sollen.
Auch versucht diese kleine Gruppe (Engagement herzlichst willkommen!) die Informationen ein wenig zu kanalisieren und die auftretenden Fragen im Netz zu beantworten, das passiert aktuell nur auf Facebook.

Fazit: Das Thema bewegt, aber es sollte mehr gesteuert werden. Falsche Reaktionen, falsche Informationen und falsche Aktionen sind der Sache gegenüber nur kontraproduktiv. So unterstrich es auch noch einmal Lars Templin, der mehrmals darum bat sämtliche Aktionen mit dem Musikbunker Team abzustimmen und nichts voreilig, wenn auch gut gemeintes zu unternehmen.

Einen Satz kann man sich für die nächsten Wochen aber übers Bett Nageln: Redet miteinander. Redet mit euren Nachbarn, redet mit dem Gastronom eurer Eckkneipe, macht auf das Thema aufmerksam, bringt Gleichgesinnte zusammen, macht Beteiligte und unbeteiligte auf Treffen und Aktionen aufmerksam und macht vor allem eins: Seit draußen leise, passt aufeinander auf und redet mit den Partygästen die sich nicht an Regeln halten wollen.

Helft besonnen dabei mit, das unsere Clubs bleiben und alle gut damit leben können.

 

Querverweise (ergänze ich laufend):

7 Kommentare

  1. 1 Pieter Paßmann

    Hi,

    schöner Post, wenn auch etwas unsortiert :)
    Es ist gut etwas über das Treffen im Voltaire gestern zu lesen.

    Wo wird der Podcast denn veröffentlicht bzw. wann?

  2. 2 Tim

    Hallo Pieter,

    der Podcast wird drüben bei http://www.frittezang.de erscheinen. Ich denke es geht am Wochenende mit der ersten Ausgabe los.

  3. 3 Stefanie Hillenberg

    Frage: Wo im Netz werden die Informationen von Philipp Emmert und Gruppe gesammelt?

  4. 4 Tim

    Sorry Stefanie, ich hatte es gestern zu später Stunde schlicht vergessen Links im Artikel unterzubringen, ist nun nachgeholt.

  5. 5 Foo Fighters con tutti, oder: Clubsterben in Aachen | TEXTASS HOLD 'EM

    [...] dazu übrigens die Beobachtungen und Anmerkungen von Tim Becker zum Musikbunker, die er laufend [...]

  6. 6 noronha0915

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  7. 7 walker0928

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