Freitag geht es wieder los. Hunderte Buden klappen Ihre Läden hoch, hinter diesen erscheinen dann Studentinnen oder andere Saisonjobber in dicker Winterkleidung. Als besten Freund zählt man in diesen kalten Tagen dann nur noch einen: den Heizstrahler oder Ofen. Eingemümmelt in Dicke Winterjacken mit puscheligen Mützen gehen dann Schluppen, Krippen, Kerzen, Marmelade, Bratwurst, Pommes, Crepes, Waffeln und natürlich Glühwein über den Tresen.
Die ganze Stadt trifft sich. Die ganze Stadt verstopft. Eine Masse an Menschen wühlt sich durch die Engen Gassen vorbei an viel Ramsch, viel Essen und vielen Düften. Rein geschoben wird sich danach in die schon hoffnungslos überfüllten Cafes am Rande des Weihnachtsmarktes, falls man keinen Platz mehr unter dem Heizstrahler am Glühweinstand ergattern konnte. Nach ein paar Bechern Wein geht es dann wieder für hunderte Holländer, Belgier und Engländer rein in die Busse. Dann schläft Aachen wieder ein paar Stunden. Um 10 Uhr geht es dann wieder von vorne los. Von Freitag dem 24. November bis Freitag den 23. Dezember.
Pizza. Runde scheiben von 20-40cm Durchmesser, die wird wohl jeder kennen. Mal nur mit Tomatensoße, und Käse. Manche auch mit Spaghetti oder Gyros. Pizza gibt es in allen Variationen und Formen. Aber das eigentlich wichtige an der Pizza ist: der Teig.
Die Karosserie des Studentenessens sozusagen. Der Grundstein auf dem dann Schicht für Schicht aufgebaut werden kann. Eine Kunst zwischen hauchdünnem, knusprigen oder Zentimeterdickem Luftigen Teig. Ein Zutatenspiel bei dem man, auch wenn es nur Wasser, Hefe und Mehl sind einiges falsch aber vorallem auch noch dazugeben kann.
So haben wir heute versucht einen guten Pizzateig herzustellen, jedoch mit ein bisschen mehr als nur mit den anschließend Geschmacksneutralen Zutaten. Ein garnicht so einfaches Unterfangen. Mal zu wabbelig, mal zu Kross, einmal ließ der Teig sich nicht auf dem Blech ausbreiten. Andermal floss er fast von alleine in die Kanten. Rezepte gibt es zuhauf aber eins nicht: das Rezept damit der Teig so wie in Italien bei der Pizzeria mit dem netten Luigi schmeckt. Aber: Wieso? Backen die nicht auch nur mit Wasser? Was nehmen die sonst noch? Ist es die italieniche Luft? Die Hände durch die der Teig gleitet oder der Ofen in dem der Teig eine essbare Masse ergibt?
Wir werden schauen und weiterprobieren, Pizza wird die nächsten Tage wohl öfters auf dem Speißeplan stehen.